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Ein Hörspiel-Krimi von Michael Wolf.

Britt und Flora gehen in die gleiche Klasse und sind „bff“ – beste Freundinnen. Obwohl sie so verschieden sind. Gemeinsam verbringen sie ihre Freizeit, gehen Eis essen oder schwimmen im See. Dabei passiert es auch, dass Flora Verbotsschilder ignoriert – und Britt schaut zu.

Flora ist lebenslustig, forsch und auf jeder Party dabei. Britt dagegen ist schüchterner, bedächtiger, versucht aber mitzuhalten. Auf dem Fest lernt Flora einen Jungen kennen, mit dem sie sofort tanzt und flirtet. Und Britt schaut zu. Eine Tages wird Flora wird in einer U-Bahn-Station in einen dubiosen Vorfall verwickelt. Es kommt zum Prozess. Und Britt ist dabei gewesen.

Später dann, als der stille Amir – ein stiller Junge aus Marokko – in die Klasse kommt, verändert sich vieles. Und auch sonst passieren ungewöhnliche Dinge, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben. Oder vielleicht doch?

Wer sieht was? Wer hat nichts gesehen? Wer hat was gehört? Wer hat was erzählt? Gerüchte, Vermutungen, Andeutungen. Und überall der Argwohn – so wird die Einstellung bezeichnet, hinter dem Handeln eines Anderen eine unredliche Absicht zu vermuten. Er ist verwandt mit der Unterstellung und der kleine Bruder des Misstrauens.

In diesem Stück bleiben viele Dinge unkonkret, sind nicht wirklich greifbar. Das Vage, Diffuse dominiert. Die Fragen, wer welche Schuld auf sich geladen hat, liegen auf der Hand. Einschätzungen und Entscheidungen bleiben dem Zuhörer überlassen. Die Suche nach den Antworten gleicht einer kriminalistischen Spurensuche, für die das Hörspiel als die passende Form erscheint.

Die Personen in diesem Hörspiel sind frei erfunden, doch die Ereignisse, aus der diese fiktive Geschichte montiert und entwickelt worden ist, hat es aber so oder so ähnlich wirklich gegeben.

Antigone
Eine Tragödie von Sophokles

Vor den sieben Toren Thebens tobt ein blutiger Krieg, bei dem sich die Brüder Eteokles und Polyneikes, beide Söhne des Ödipus, im Streit um den Thron gegenseitig erschlagen. Kreon, der Schwager des Ödipus und neuer König Thebens veranlasst daraufhin die standesgemäße Beerdigung seines Vorgängers Eteokles, verwehrt sie hingegen dem feindlich gesinnten Bruder. Antigone, die Schwester der beiden Gefallenen, stellt sich gegen den königlichen Befehl und begräbt, den göttlichen Familiengesetzen folgend, Polyneikes.

Die Auseinandersetzung zwischen Antigone und Kreon, der Widerstreit der beiden Prinzipien bildet den Kern der Tragödie, die an Aktualität bis heute nichts verloren hat.

Die Theater-Ag versucht diesen Kern auf die Bühne zu bringen und dabei Bezüge zu gegenwärtigen gesellschaftlichen Konstellationen herzustellen.

#webfehler

Ein Theaterstück zum Thema „Umgang mit den sozialen Netzwerken und modernen Medien“ entwickelt mit Mittelstufenschülerinnen und Schülern der Theater-Ag, geschrieben von Stefan Raab und Michael Wolf. Ein Projekt im Rahmen der schulischen Suchtprävention.

Keine Ahnung. Eine Straße

Keine Ahnung. Eine Straße
Eine musikalische Komödie von Michael Wolf

 

Eine Straße im Irgendwo. Viele Menschen, ein Gewusel. Da ist zum Beispiel Betty, die Flaschensammlerin, die bei Jury im Keller wohnt. Oder Hilda, die ihre beiden Kinder alleine großziehen muss. Oder Lucky, der ein berühmter Musiker werden will. Und da ist diese kleine Bar im Irgendwo, in der sich alle treffen. Schließlich sorgen auch noch Ameisen für einige Aufregung.

Keine Ahnung. Eine Straße handelt von kleinen und großen Geschichten, diversen Lebensentwürfen und unterschiedlichen Perspektiven, aus denen Ereignisse betrachtet werden. Wie schnell gezeichnete Strichskizzen werden diese durcheinandergeworfen und ergeben so ein großes Wimmelbild – eben die Geschichte einer Straße. Das Stück versucht, durch lose Reihung von Schnappschüssen, mehr anzureißen als auszuerzählen und zwischen den Zeilen genügend Raum zu lassen, um mit Tempo, Witz, Musik sowie einer Portion Absurdität ein kleines Stück Gesellschaft abzubilden.

Dantons Tod
Georg Büchner

 

Man schreibt das Jahr 1794, die Französische Revolution ist in vollem Gange. Zwei ihrer Protagonisten, die bislang gemeinsam gekämpft haben, stehen nun einander gegenüber: Danton und Robespierre. Während sich der eine mit dem bislang Erreichten zufrieden geben möchte, beharrt der andere darauf, den eingeschlagenen Weg konsequent zu Ende zu gehen. Ein Streit, in dem sich die Zerrissenheit eines ganzen Jahrhunderts offenbart.

Die gezeigte Produktion basiert im Wesentlichen auf dem 1835 erschienenen Theaterstück „Dantons Tod“ von Georg Büchner.

Die Theater-Ag hat sich dieses Stoffes angenommen, nicht zuletzt, weil Büchners Werk ein Sternchenthema im Deutschunterricht der Kursstufe ist – aber auch, weil die darin enthaltenen Diskussionen weit über die dargestellten Zeiträume hinaus und bis in die Gegenwart reichen. Durch die Bearbeitung des Originals, ergänzt durch einige Texte, ist daraus eine ansprechende Inszenierung entstanden, die sich mit zentralen Fragen unserer Zeit auseinandersetzt.